2. März 2021

Liebe Freunde!

Die Passions- und Fastenzeit, die mit dem Aschermittwoch beginnt, ist wie der Advent auch eine Vorbereitungszeit: Nur bereiten wir uns dieses Mal nicht auf das Fest der Geburt Jesu vor, sondern auf das älteste, höchste und wichtigste Fest für Christen in aller Welt: Ostern, das Fest der Auferstehung Jesu. Doch vor der Auferstehung liegt die Passion – das Leiden und Sterben Jesu. Das ist etwas, mit dem wir uns sicher weniger gerne beschäftigen als mit den Ereignissen im Vorfeld der Geburt Jesu oder mit dem Triumph der Auferstehung. Und doch ist es wichtig, wenn wir das Leiden Jesu an uns heranlassen, uns der Passion aussetzen, um erahnen zu können, wie tief Gottes Liebe zu uns ist. Seit den Tagen der frühen Christenheit ist das „Betrachten“ der Passion und das meist auch ganz praktische Nachvollziehen des Leidensweges Jesu ein wichtiger Baustein für eine intensive Gottesbeziehung. Schon früh haben Frauen und Männer sogar den weiten Weg ins Heilige Land auf sich genommen, um „an den Orten des Geschehens“ zu beten, gemeinsam mit anderen die letzten Wege Jesu nachzuvollziehen und Gottesdienste zu feiern. Wir brauchen uns heute nicht unbedingt körperlich auf einen Kreuzweg zu machen, von denen es ja auch in Deutschland einige gibt, aber vielleicht können wir während der kommenden Wochen bis Ostern eine Art „innere Reise“ antreten: bewusst Dinge loslassen und an Gott abgeben, die uns beschweren („Fasten“ in den unterschiedlichsten Varianten); uns prüfen, mit welchen Worten und Handlungen wir Gott und andere verletzt haben und davon umkehren („Buße“); frei und offen werden für das, was Gottes Geist in dieser Zeit an uns (und durch uns) tun will.

„Du tust uns auf das Geheimnis des Kreuzes, das Geheimnis Gottes in unserem Leben. Wir sagen dir Dank, dass wir so sehr geliebt und erwählt sind.“ (Hanna Hümmer, Christusbruderschaft)       

Herzlich, im Namen des Christus-Treff,

Steffi Baltes