25. Oktober 2020

Liebe Freunde!

„Ich habe Freude an deinen Satzungen und vergesse deine Worte nicht. Ich habe Freude an deinen Zeugnissen; sie sind meine Ratgeber. Herr, ich gedenke des Nachts an deinen Namen und halte dein Gesetz. Das ist mein Schatz, dass ich mich an deine Befehle halte. Wie habe ich dein Gesetz so lieb! Täglich sinne ich ihm nach. Ich neige mein Herz, zu tun deine Gebote immer und ewiglich. Ich tue meinen Mund weit auf und lechze, denn mich verlangt nach deinen Geboten. Ich freue mich über dein Wort wie einer, der große Beute macht.“ (aus Ps. 119)

In diesen Tagen endet das biblische Laubhüttenfest bzw. Sukkot mit einem fröhlichen Höhepunkt: Dem traditionellen und beliebten Fest „Simchat Tora“, was so viel bedeutet wie „Freude an der Tora / Freude am Gesetz“. In den Synagogen wird dann die Torarolle mit den fünf Büchern Mose liebevoll, zärtlich, dankbar, fröhlich, ausgelassen, mit Gesang und Tanz durch die Gemeinde getragen. Auch die Kinder machen mit und bekommen Obst und Süßigkeiten, denn: „Die Gebote des Herrn sind süßer als Honig.“ (Ps. 19,11) An diesem Tag endet der jährliche Zyklus der wöchentlichen Lesungen aus den fünf Büchern Mose und beginnt zugleich von Neuem. Denn Gottes Wort soll immer wieder gelesen und studiert werden. Es ist ewig, so wie Gott selbst ewig ist. Jesus bestätigt das, wenn er zu seinen Jüngern sagt: „Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen. Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird nicht vergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüpfelchen vom Gesetz, bis es alles geschieht.“ (Mt. 5,17f) Mich inspiriert die Feier von Gottes Wort an Simchat Tora, wieder regelmäßiger in der Bibel zu lesen. Ich möchte mir von Gott, von Jesus, vom Heiligen Geist neue Sehnsucht nach Gottes Worten und Weisungen schenken lassen. Ich möchte wieder neu erwartungsvoll und dankbar entdecken, wie Gott durch sein Wort zu mir spricht.

Herzlich, im Namen des Christus-Treff,

Steffi Baltes