23. November 2020

Gottes Geist füllt Hände und Herz

Und als der Pfingsttag gekommen war, waren sie alle beieinander an einem Ort. Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Sturm und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt und wie von Feuer, und setzten sich auf einen jeden von ihnen, und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen zu reden eingab.“ (Apg. 2,1-4)

50 Tage nach Ostern feiern wir Pfingsten. Dieses Fest fällt zusammen mit dem Schawuot-Fest, an dem jüdische Gläubige die erste Weizenernte und den Empfang von Gottes Geboten am Berg Sinai feiern. Zu diesem Fest waren damals auch die Freunde von Jesus zusammengekommen, als der Heilige Geist sie erfüllte, wie Jesus es ihnen vor seiner Himmelfahrt versprochen hatte. Gott will uns auch heute noch mit seinem Geist erfüllen, an Pfingsten und an jedem Tag unseres Lebens, immer wieder neu. Wir brauchen – nicht nur in Zeiten wie diesen, aber jetzt ganz besonders – Jesu Geist, der uns beisteht, tröstet, aufrichtet, ermutigt, kräftigt, begeistert, uns das Herz füllt und die Zunge löst, damit wir Gottes Hoffnung und sein Licht in die Welt hineinstrahlen lassen können. So beten wir es auch immer in unseren Gottesdiensten mit Worten wie „Komm, Heiliger Geist, erfüll die Herzen deiner Gläubigen, und entzünd in ihnen das Feuer deiner göttlichen Liebe!“ Und so haben es die Nachfolger von Jesus schon seit jeher gebetet. Auf Gott warten, sich durch seinen Geist die Hände und das Herz füllen lassen, und dann ausgerüstet und ermutigt in unseren Alltag gehen und Wunder erwarten … das klingt nach einem guten Plan.

Komm herab, o Heilger Geist, der die finstre Nacht zerreißt, strahle Licht in diese Welt. Ohne dein lebendig Wehn kann im Menschen nichts bestehn, kann nichts heil sein noch gesund Wärme du, was kalt und hart, löse, was in sich erstarrt, lenke, was den Weg verfehlt. Gib dem Volk, das dir vertraut, das auf deine Hilfe baut, deine Gaben zum Geleit. (Pfingstsequenz, 12./13. Jh., Stephan Langton)

Herzlich, im Namen des CT,  Steffi Baltes

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