17. Juni 2024

Neues von Sabine aus Brasilien

Ihr Lieben, ich hatte ja schon mehrfach berichtet, dass mein Herz für unsere „Metanoia“-Arbeit brennt, bedeutet es für mich doch eine Art Fortsetzung meiner Arbeit mit den Kindern aus der Tagesstätte, in der ich bis 2012 tätig war. Bis heute kommt es immer wieder zu manchem Wiedersehen von ehemaligen Kindern oder Müttern aus dieser Zeit. Wir haben bei Metanoia inzwischen eine Kerngruppe, auf die wir zählen können, die uns in allem unterstützt und dabei weiter wächst und reift. Alle 5-6 Wochen wird eine Aktion für das Stadtviertel oder andere Einrichtungen geplant und durchgeführt. Neben der Kerngruppe treffen sich auch noch die Gruppen Meta-Teens und Fußball+, das Pluszeichen steht für den geistlichen Impuls, der in die Spielzeit integriert ist. So entstand auch die Idee, hier im Stadtviertel in der Turnhalle einer Schule unser erstes Fußballturnier zu organisieren. Dank Sponsoren und Anmeldegebühr gab es sogar Preisgelder, Pokale und Medaillen, damit die 10 Mannschaften und 8 Zweierteams für das sogenannte X1 (jeweils ein Torwart und ein Feldspieler) auch einen Anreiz hatten. Über den Tag verteilt kamen auch viele Zuschauer. Wir betrieben eine Kantine mit Getränkeverkauf, herzhaften Teilchen und Hot Dogs, die wir mit einer Gruppe vorher vorbereiteten. Zu Beginn beteten wir mit allen Anwesenden und hängten ein paar Metanoia-Banner auf. Das Turnier war alkoholfrei und deshalb ohne Zwischenfälle und Schlägereien. Normalerweise wird sonntags beim Fußball viel getrunken, was zu erhitzten Streitereien führt, vor allem hier in den Armutsvierteln.  Ein bekannter lokaler Fußballreporter übertrug den Tanz von Metanoia auf christliche Hip-Hop-Beats und das anschließende Finale live auf seinem YouTube Kanal. Zum Abschluss interviewte er Adailton, der sowohl mit seiner Mannschaft als auch bei X1 gewann. Er sagt: „Es ist toll, dass ich genau hier gewonnen habe, ich bin seit Anfang an bei Fußball+ dabei.  Es ist das erste Mal, dass es so etwas hier im Stadtviertel gibt. Metanoia zeigt dem Viertel hier den richtigen Weg, es heißt ja Fußball+, das + steht für das, was außerdem gemacht wird, nämlich von Gott und seinem Wort zu reden, den richtigen Weg für die Menschen hier aufzuzeigen. Weil wir hier eine Art Favela sind, gibt es viele Vorurteile und Diskriminierungen und deshalb ist es toll, dass es Fußball+ hier gibt und so ein Turnier extra für uns organisiert wird.“ Ein Team von außerhalb, dass an vielen Turnieren teilnimmt, lobte die Organisation und bemerkte, dass es ohne Alkohol eine ganz andere Atmosphäre gewesen sei. Auch das Angebot der Kantine sei sehr gut gewesen. Vom Erlös können wir nun die neuen T-Shirts für unsere Teilnehmenden bezuschussen. Die Organisation der Kantine war gleichzeitig eine gute Lektion für ein Kleingewerbe. Zum Abschluss noch ein paar Statements zu Metanoia direkt aus der Gruppe: „Ich bin bei Metanoia, weil ich mich dann Gott näher fühle und das brauche ich. Außerdem tut mir die Gemeinschaft gut und meine Freunde sind auch dabei.“ „Metanoia gehört schon lange zu meinem Leben, ich bin hingegangen, weil meine Schwester auch dabei ist, wir haben mehr Berührungspunkte mit den Bewohnern unseres Stadtviertels.“ „Ich glaube, dass wir ein bisschen von Gott in unserem Leben zeigen, indem wir unseren Nächsten Gutes tun. Und ich sehe eine große Entwicklung bei uns allen.“ Diesen Aussagen kann ich mich nur zustimmend anschließen. Ende Mai komme ich übrigens für einige Monate nach Deutschland. Im Juli werde ich in MR sein und freue mich schon auf ein Wiedersehen mit euch im CT! Bis dahin herzliche Grüße, Sabine

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