25. Mai 2024

Neues von Sabine Sülzle aus Brasilien

Zurzeit bin echt begeistert über das, was Gott in unserem Projekt „Metanoia“ (=Sinnesänderung) tut! Es ist oft wie ein verlängerter Arm der Kindertagesstätte, denn dadurch erreichen wir viele Familien im Stadtviertel. Wir wollen ihnen bewusst machen, dass Gott sie würdig erachtet und begabt, um selbst Segen zu sein und dadurch vieles zum Positiven zu verändern. Alle 4-6 Wochen wird eine konkrete sozial-evangelistische Aktion durchgeführt. Diesen Monat waren wir in einer Drogen-Rehabilitation. Ein Theaterstück und ein Lobpreistanz wurden aufgeführt und Augusto erzählte sehr bewegend, wie Gott seinem Leben eine neue Richtung gab. Bei diesen Einsätzen soll jede und jeder eine Aufgabe haben, und nicht nur als Zuschauende dabei sein. Dona Maria hat 7 Kinder großgezogen, gilt mit ihrer geringen Schulbildung aber als nicht alphabetisiert. An unserer WhatsApp Gruppe nimmt sie mit Sprachnachrichten teil und es ist oft nicht einfach, sie zum Mithelfen zu motivieren, weil sie sich so wenig zutraut. Aber bei der Zubereitung der 150 Hotdogs, bei der ich auch mithalf, war sie ganz in ihrem Element. Über den Tresen konnten wir auch das laufende Programm verfolgen und hinterher alle satt bekommen. Die Auswertung nach unserem Besuch zeigte, dass wir als Gruppe uns sehr mit der Dankbarkeit und Aufmerksamkeit der Menschen dieser Einrichtung beschenkt sahen. Eine 2. Aktion war ein Picknick für die Mütter aller Teilnehmenden zum Anlass des Muttertags. Außer leckeren Snacks, Spaß und einem Videoclip, in dem die Teilnehmenden ihre Glückwünsche an die Mutter ausrichteten, gab es auch ein Zeugnis von Dona Helena, die über ihre Töchter zu uns kam. Sie berichtet: „Das Projekt heißt ja Sinnesänderung und ich konnte wirklich die Sinnesänderung meiner beiden Töchter miterleben, zuerst von Nicole (22), dann von Thabata (17). Zu Anfang fiel es mir ein bisschen schwer, Nicole die Teilnahme zu erlauben und ihren Wunsch zu akzeptieren, auch weil ich zu wenig darüber wusste. Als ich dann mehr über die Zielsetzung erfuhr und erlebte, wie Nicole sich zum Positiven veränderte, ließ ich auch Thabata, meine Jüngere, daran teilnehmen. Nicole hat sich heute zu einer jungen Frau mit Werten und Prinzipien entwickelt und einen gefestigten Charakter bekommen. Thabata ist auch auf dem Weg dorthin. Ich danke allen Mitarbeitenden, dass sie unseren Jugendlichen den Glauben nahebringen und ihren Weg so begleiten.“ Auch Augustos Mutter nahm nach dem Muttertagsprogramm zum ersten Mal an Metanoia teil und ich bin gespannt, ob sie zukünftig regelmäßig kommt. Zurzeit bin ich gerade für 3 Wochen in Deutschland, um meine Mutter zu besuchen und danach auch für ein paar Tage in Marburg. Vielleicht sehen wir uns am Pfingstsonntag im Gottesdienst im ChristHaus? Herzlich grüßt euch Sabine!

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