2. Dezember 2021

Der dreieinige dreifaltige Gott

„Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen!“(2. Kor 13,13)

„Wir glauben an den einen Gott“, so bekennen es die Christen seit Urzeiten, niedergeschrieben in dem Bekenntnis des Konzils von Nicäa aus dem Jahr 325 n.Chr. Dieses Glaubensbekenntnis eint uns mit den meisten Christen weltweit, seien es z.B. evangelische, katholische oder orthodoxe Christen wie Armenier, Griechen, Syrer, Kopten …  „Wir glauben an den einen Herrn Jesus Christus“ heißt es in diesem Bekenntnis weiter, und auch: „Wir glauben an den Heiligen Geist“.

Ein großes Geheimnis. Der eine Gott. Und doch dreifaltig (oder dreieinig). Diesem Geheimnis, dieser Heiligkeit und Schönheit Gottes ist das Trinitatisfest gewidmet, das auch als Dreieinigkeitsfest oder Dreifaltigkeitssonntag bekannt ist. Gott ist ein Gott der Beziehung. In sich selbst und auch nach außen, hin zu seiner Welt und seinen Menschen. Wir können ihn zum Beispiel erfahren als den herrlichen, mächtigen und doch liebevollen Vater, der die Welt und uns geschaffen hat; als Sohn, der für uns Mensch geworden ist, unser Gefährte und Erlöser, der uns Gnade schenkt; und als den Heiligen Geist, der in uns eine lebendige Quelle ist und uns die Gemeinschaft mit Gott ermöglicht.

Auch, wenn wir dieses Geheimnis der Einheit und Dreiheit Gottes nicht begreifen können – Gott dafür danken und loben und singen, das können wir:

„Lob sei der Dreieinigkeit!

Sie ist Klang und Leben, Schöpferin des Alls,

Lebensquell von allem, Lob der Engelscharen,

wunderbarer Glanz all des Geheimen,

das den Menschen unbekannt,

und in allem ist sie Leben.“

(Hildegard von Bingen, 12. Jh.)

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