12. April 2021

Die Barmherzigkeit Gottes in der Epiphaniaszeit

„Jesus sagt: Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.“ (Lukas 6,36)

Diese Losung für das Jahr 2021 wurde von der Ökumenischen Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen gut ausgesucht – prophetisch, könnte man denken. Denn wir werden alle Barmherzigkeit brauchen, die wir aufbringen können, weil auch dieses Jahr wieder ein außergewöhnliches Jahr für die Welt und uns Menschen werden wird. Die Pandemie zeigt uns, wie klein die Welt ist. Sie zeigt uns, wie sehr wir einander brauchen und wie wichtig ein barmherziger Umgang miteinander gerade auch in den kommenden Monaten sein wird – weltweit, europaweit, deutschlandweit, in unseren Städten und Dörfern und nicht zuletzt auch in unseren christlichen Gemeinden. Aber woher nehmen wir Barmherzigkeit in Zeiten, die uns alles abverlangen und in denen man dazu tendiert, sich um sich selbst und die eigenen Ängste, Nöte und Bedürfnisse zu drehen? Die Zeit, in der wir uns gerade vom Kirchenjahr her befinden, kann uns den Weg weisen: Die Epiphaniaszeit, die Zeit der „Erscheinung des Herrn“, erinnert uns daran, dass Gott uns nicht alleine gelassen hat noch verlassen wird:      

„Durch die herzliche Barmherzigkeit unseres Gottes wird uns besuchen das aufgehende Licht aus der Höhe, auf dass es erscheine denen, die sitzen in Finsternis und Schatten des Todes, und richte unsere Füße auf den Weg des Friedens.“ (Lk. 1,78f) Auch in diesem Jahr dürfen wir damit rechnen: Gott geht mit uns. In Jesus kommt er uns ganz nah, erleuchtet uns und zeigt uns seine Barmherzigkeit. Weil Gott sich über uns erbarmt, können auch wir mitfühlend, barmherzig und friedfertig sein. Dabei hilft uns Gottes Geist und sein Wort, das uns immer wieder lehrt, wie Jesus zu leben, unser heller Morgenstern:

„Umso fester haben wir das prophetische Wort, und ihr tut gut daran, dass ihr darauf achtet als auf ein Licht, das da scheint an einem dunklen Ort, bis der Tag anbricht und der Morgenstern aufgeht in euren Herzen.“ (2. Petr. 1,19)

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