28. September 2021

Glaubensimpulse von CTlern: Was hilft mir in herausfordernden Zeiten?

Gerade in Zeiten, in denen einem manchmal die Worte fehlen oder man nicht immer Ähnliches beten möchte, greife ich gerne auf hilfreiche Gedanken anderer zurück, die ich gesammelt habe. Seit ich 19 Jahre alt war, begleitet mich ein Postkartentext von Hanna Hümmer: „Sorge nicht, rechne nicht, bedenke nicht im Voraus, was da kommen mag. Bete Gott an. Von ihm und zu ihm und durch ihn sind alle Dinge. Darin ist Lösung von aller Angst.“ Außerdem tut es meiner Seele gut, Vögel zu beobachten. Es sind schöne, kleine Geschöpfe, die Gott versorgt (Mt. 6,26). Dann danke ich Gott, dass er auch für uns sorgt. (Regina Rauh)

In herausfordernden Zeiten hilft es mir immer total, mich mit anderen zu treffen und zu reden, mich dabei zu reflektieren, mich neu inspirieren und ermutigen zu lassen. Es ist mir wichtig, morgens Zeit mit Gott zu verbringen. Zeit, in der ich ihm meine Prozesse, Gedanken und Gefühle hinlege und mir Gottes Gegenwart und seinen guten Willen für mich und diese Welt bewusst mache. Gerade in den ersten Monaten der Corona-Pandemie, wo sonst nicht viel los war und man von außen nicht so mitgenommen wurde, war das zwar herausfordernd, aber total wertvoll. Gerade, wenn nicht so viel Programm von außen läuft, ist es gut, mich auf eine neue Art herauszufordern. Zum Beispiel täglich bewusst rauszugehen und nicht zu viel an Medien zu hängen. (Aaron Meinzer)

In den letzten Monaten hat mich einiges bewegt – Worte, die in mir Unbehagen hervorriefen, Social Distancing, Maskenpflicht, Abstand, keine Berührung, Besuchsverbot im Krankenhaus … Das hat in meinem Beruf auch besonders den Umgang mit den Patienten und Angehörigen geprägt. Mir wurde es in dieser Zeit sehr wichtig, mich mit Worten zu befassen, die guttun. So habe ich mich an Bibelverse erinnert, wie z.B. „Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg“ aus Psalm 119. Und ich habe wertvolle Texte in Büchern, z.B. von Thomas Sjödin oder John Ortberg, gelesen. Telefonate und Austausch mit Freunden, Spaziergänge, die Online-Gottesdienste – all das hat mir geholfen. (Silke Riedesel)

Mir helfen ehrliches Gebet, konsequente Arbeit und eine gute Portion Gemeinschaft. Gebet, weil Gott meine Kraftquelle und mein Anker in stürmischer Zeit ist und ich durch das morgendliche Lesen in seinem Wort und mein Antworten darauf in unmittelbaren Kontakt mit Ihm treten kann. Arbeit, weil durch die Beschäftigung mit dem Es (der sachlichen Arbeit) das ewige unselige Kreisen um mein Ich heilsam durchbrochen wird und sich erst aus dem Rhythmus von Anstrengung und Erholung Zufriedenheit einstellt. Und nicht zuletzt das große Geschenk der geschwisterlichen Gemeinschaft, die uns zwar bisweilen Geduld und Rücksichtnahme abverlangt, vor allem aber Freude und Verbundenheit schenkt und uns gerade in dieser Corona-Zeit davor bewahrt, in der Einsamkeit zu versinken. (Jonatan Gebhardt) 

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