23. November 2020

Frucht bringen

„Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und bestimmt, dass ihr hingeht und Frucht bringt und eure Frucht bleibt, auf dass, worum ihr den Vater bittet in meinem Namen, er’s euch gebe.“ (Joh. 15,16)

„Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Keuschheit.“ (Gal. 5,22f)

Die Natur, die Schöpfung macht es uns vor: Jedes Jahr reift im Sommer und Herbst eine Fülle von Früchten heran, die einer Vielzahl von Geschöpfen Nahrung bieten. Das wird in biblischen Erntefesten gefeiert wie z.B. dem Sukkot-Fest, das jüdische Gläubige demnächst begehen, oder unserem Erntedankfest, das Christen seit dem 3. Jahrhundert feiern und bei dem viele Altäre und Gemeindehäuser mit dem geschmückt werden, was das Land so hergibt. Wir sagen Gott Danke für all das, was er im Verlauf des Jahres hat wachsen lassen. Das ist vielleicht auch eine Erinnerung daran, dass wir uns selbst fragen: Was ist in mir gewachsen in diesem Jahr? Was kann noch wachsen in der kommenden Zeit? Was darf noch reifen? Wo sind wir als Einzelne und als Gemeinde mit einer Fülle von unterschiedlichen Gaben bzw. Früchten beschenkt, die andere nähren und sattmachen können? Vielleicht können wir Gott, den großen Gärtner unseres Lebensgartens bitten, uns zu helfen, gute Früchte zu bringen, die dann genau die „Abnehmer“ finden, die diese Nahrung dringend brauchen. Dabei vergessen wir nicht, dass Gott selbst in uns Raum nehmen und wachsen muss, damit wir fruchtbar werden und bleiben.  

Wachse, Jesus, wachse in mir in meinem Leib, in meinem Geist, in meinem Herzen, in meiner Vorstellung, in meinen Sinnen. Wachse in mir in deiner Güte, in deiner Reinheit, in deiner Demut, in deiner Liebe. Wachse in mir mit deiner Gnade, deinem Licht und deinem Frieden. Wachse in mir zur Verherrlichung deines Vaters, zur größeren Ehre Gottes. Amen. (Pierre Olivaint, 1816-1871)

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