23. November 2020

Gottes Güte in der Natur entdecken

Nun geht der Spätsommer langsam in den Herbst über und die Tage werden deutlich kürzer. Vielleicht kennt ihr das: Wenn die Sonne schwächer und es abends immer früher dunkel wird, erfasst einen manchmal etwas Wehmut. Doch eigentlich ist der September ein wundervoller Monat mit ganz besonderen Geschenken: „Das ist nicht Sommer mehr, das ist September … Herbst: diese großen weichen Wolken am Himmel, diese feinen weißen Spinnwebschleier in der Ferne …“ schreibt der Schriftsteller Cäsar Flaischlen (1864-1920). Und die Dichterin Clara Müller-Jahnke (1860-1905) freut sich: „Uns wirft der früchtereife Baum die roten Äpfel vor die Füße, wir kosten ihre Süße und schlürfen ihren Schaum.“ Jedem Monat, jeder Jahreszeit hat Gott etwas Schönes und Einzigartiges verliehen. So auch dem September und dem Frühherbst. Vielleicht fallen euch beim Joggen, Walken oder Spazierengehen die reifen Brombeeren und Holunderbeeren auf, die Hagebutten und die Schlehensträucher voll mit kleinen blauen Früchten. Sicher habt ihr schon mal Brombeeren direkt vom Strauch oder Pflaumen vom Baum unterwegs gekostet. Der September schmeckt gut! „Herr, die Erde ist gesegnet von dem Wohltun deiner Hand. Güt und Milde hat geregnet, dein Geschenk bedeckt das Land: auf den Hügeln, in den Gründen ist dein Segen ausgestreut; unser Warten ist gekrönet, unser Herz hast du erfreut“, textet deshalb der evangelischen Pfarrer Heinrich Puchta (1808-1858). Auch, wenn wir vielleicht versucht sind, dieses Jahr mit all seinen besonderen Herausforderungen nicht so wertzuschätzen wie manches andere Jahr, können wir darin doch noch genug von der Güte und Fürsorge Gottes entdecken. Ein guter Grund, um für die Menschen um uns herum und weltweit zu beten, die dieses Jahr bisher vor weit größere Herausforderungen gestellt hat als uns.

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